Herr Nils Klug, Tai Chi Studio Hannover - meine Abgrenzung

Ex-DDQT-Vorstand Nils Klug, Leiter des Tai-Chi-Studios ist vielen in der Taijiquan-Qigong-Szene bekannt als Veranstalter internationaler Push-Hands-Treffen und Verfasser zahlreicher Youtube-Video-Serien. Doch warum grenze ich mich von ihm ab? Der Anlaß sind Aktionen wie die hier beschriebene "Klug´sche Interpretation". Die PR-Offensive wirft ein bezeichnendes Licht auf die "AG Medien" im Besonderen und die DDQT-Öffentlichkeitsarbeit im Allgemeinen. Dies möchte ich hier erläutern - die zahlreichen Anfragen an mich habe ich eingearbeitet. Tags: DDQT-Öffentlichkeitsarbeit Taijiquan Qigong.

Distanzierung: Nils Klug, Hannover, Tai Chi Studio, Push-Hands-TreffenIch möchte meine Abgrenzung zu Herrn Klug hier exemplarisch behandeln. Nicht, weil mir der Taiji-Lehrer aus Hannover so wichtig ist, sondern weil er als ein anschauliches Beispiel dienen kann für eine neue Art von "Spindoktoren". Ihr großes DDQT-Repertoire allzu romantischer Narrative steht dem nötigen Realismus im Wege. Meine Expertise in der Gesundheitsbildung wäre über die Jahrzehnte wohl kaum so nachgefragt worden, wenn Herr Klug mit seinen Statements recht hätte !

Herr Nils Klug, seine Schule in Hannover und seine Lehrbeauftragten sind keine Mitglieder im DTB-Dachverband. Auch ihre Schüler sind vom DTB weder zertifiziert oder akkreditiert. Auch ich gehöre diesem Umfald nicht an und möchte damit nicht verwechselt werden. Das "Tai-Chi-Studio" enthält Angebote für Kurse, Seminare und Übungsgelegenheiten. Sie sind ein eigenständiges Angebot und völlig unabhängig von Qualitätsstandards des DTB (Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong ev, gemeinnützig, gegründet 1996). Siehe die Distanzierung:Nils Klug, Hannover, Tai Chi Studio.

Wie ich aus Rückmeldungen schließe, haben manche erst durch meine Distanzierung verstanden, warum mir solche Klarstellungen wichtig sind. Daß ich so häufig kontaktiert werde in puncto Gütekennzeichen, mag an meiner großen Erfahrung mit unterschiedlichsten Organisationen liegen, die Bezüge zu chinesischen Gesundheitsübungen aufweisen. Dazu gehören zum einen die entsprechenden Vereinigungen (DTB-Dachverband, chinesische Familien-Dynastien / Associations, Taijiquan-Qigong-Szene) und zum anderen Institutionen, mit denen Kooperationen durchgeführt wurden. Dazu zählen u. a. Krankenkassen und ihre Verbände sowie ZPP, Vdek etc. Besonders für Mitarbeitende von Krankenkassen war ich jahrzehntelang als Fachberater tätig. Deren Vertrauen basierte in erster Linie auf unserem Ansatz von ideologie-freiem Faktencheck.

Nils Klug und seine Aktion für mehr Seriosität I

Andere DDQT-Mitglieder sind vielleicht überrascht von der Bewertung seines eigenen DDQT-Verbandes und der DDQT-Webseite. Seine Forderung: Die Seiten brauchen mehr seriöse Informationen. Den gleichen Mangel erkennt er auch bei seinen eigenen Webseiten. Für mich keine aufregende Entdeckung - in beiden Punkten gebe ich ihm Recht: Die Seiten lassen genau das vermissen, was ich für entscheidend halte: Einen ideologie-freien Faktencheck. Daran hat sich auch nach der "Klug´schen Überarbeitung" nichts geändert.

Nils Klug und seine Aktion für mehr Seriosität II

Doch die "Klug´sche Deutung" ist viel umfassender: Im gleichen Zusammenhang hat sich Nils Klug mit den für mich zentralen Begriffen "Seriosität" oder "Glaubwürdigkeit" befaßt. Er hat sie für sich und den DDQT reklamiert und sie einem namentlich nicht genannten Anbieter abgesprochen. Nach den mir vorliegenden Belegen bin ich gemeint und der DTB-Dachverband.

Offenbar fühlen sich die mit der Unfehlbarkeit ihrer Taiji-Patriarchen und Heldengestalten ausgestatteten Influencer als neue "Clearing-Stelle für Seriosität". Wo Lobbyisten-Organisationen die Fäden ziehen, wähnt man sich wahrscheinlich in einer ganz anderen Welt. Rasch enthüllt ein genauerer Blick in die "Chi-Welten" der Szene einseitig geprägte Berufsbilder und mangelnden Realismus. Und man erkennt ihren "heiligen Gral", den Anspruch auf Deutungshoheit. All dies sehe ich als Teil des Problems und nicht der Lösung.

Medien AG über Seriosität im Taijiquan und Qigong

Die Info-Flut der Internet-Ära hat natürlich auch Spuren in der Taijiquan-Qigong-Szene hinterlassen. Längst geht es vielen nicht mehr um Argumente oder Fakten - eigentlich schade. Viele Praktizierende sind besser vertraut mit den romantischen "Folklore-Kulissen" der Szene und der damit verbundenen Beliebigkeit als mit den tatsächlichen Sachverhalten. Und schlimmer noch: Sie erkennen ihre Lage nicht - frei nach dem chinesischen Sprichwort "wer nicht weiß, daß er nicht weiß, glaubt zu wissen". So führen phantasievolle Botschaften zu Verzerrungen in der Wahrnehmung und in der Wertschätzung auch meiner Person und meiner Arbeit im DTB-Dachverband.

Der wissenschaftliche Beirat des DTB

Glaubwürdigkeit und Seriosität werden entscheidend gestützt durch die Greminen des DTB-Dachverbands. Dazu zählt als ein zentrales Organ der wissenschaftliche Beirat. Die Behauptungen von Nils Klug sind schon angesichts dieser Tatsache haltlos. Zum Beirat gehören u. a. Professoren, Doktoren und und und ... Quelle: Beirat: Qualitätssicherung,Tai Chi (Taijiquan) Qigong. Der Beirat war auch federführend für die "Fachlichen Mindeststandards gemäß ZPP-Leitfaden, die Vdek-Auszeichnungen "Deutscher Standard Prävention" und die Standardisierten ZPP-Konzepte.

Erkennbarkeit von Seriosität im Qigong und Tai Chi (Taijiquan)

Mein umfassendes Hintergrundwissen, das ich in Forschung und Lehre einsetze, wird besonders gewürdigt von aufgeschlossenen Menschen, die meinen "Blick über den Tellerrand" zielstrebig für die eigene Weiterentwicklung nutzen und dabei auch fähig sind, "die Spreu vom Weizen zu trennen" - z. B., wenn mir Serosität abgesprochen wird.

Zu meinem Werdegang gehören neben dem Uni-Studium mit Abschluß Promotion und über 50 Jahre Beschäftigung mit Innerer Kampfkunst, Gesundheitsübungen und Meditation. Ich blicke zurück auf jahrzehntelange sino-japanische Forschungen, Grundlagen-Forschung, Klinische Studien u. v. a. m.. 

Ich nutze meine wissenschaftliche Kompetenz bei der Weiterentwicklung meines Korrektivs "Richtig Lernen und Lehren". Meine Expertise und mein Eintreten für die Standards westlicher Erwachsenenbildung hat entscheidend zu meiner Glaubwürdigkeit beigetragen. Immer mehr Institutionen lassen ihre Fachkräfte bei mir im DTB-Dachverband aus- und fortbilden. 

Mein Angebot zu fakten-orientierter Aus- und Fortbildung setzt seit Jahrzehnten in der Gesundheitsbildung entscheidende Akzente  - insbesondere bei Krankenkassen, ZPP /GKV / Vdek, Betrieben und bei all jenen Institutionen, in denen die betreffende weltanschauliche Transparenz und Neutralität erwartet wird. Es zahlt sich tagtäglich aus, daß bereits bei Gründung des Tai Chi Zentrum Hamburg ev im Jahre 1989 die "Allgemeinen Ausbildungsrichtlinien" verbindlich festgelegt wurden. Siehe Qualitätssicherung Tai Chi (Taijiquan) Qigong

Ein wichtiges Instrument dabei ist die klare Abgrenzung zur Methodik von Heilslehren und Interessensvertretungen. Ihre Einseitigkeit gründet sich bei Ersteren auf ihrer nicht falsifizierbaren "Wahrheit" und bei Letzeren auf ihrem Lobbyismus. Ihnen allen geht es definitionsgemäß nicht um Objektivität, Fakten-Check und Ideologie-Freiheit. Daß sie bei ihrer Voreingenommenheit meine Werte nicht teilen ist klar und legitim - aber daß ausgerechnet sie sich zum "Hüter von Seriosität und Aussagekraft" ernennen, ist sicher kein besonders überzeugender Bildungsauftrag. Ihr Selbstbild ist unlogisch und damit ein Widerspruch in sich selbst - etwa wie "ein rundes Quadrat".

Die Kritik, meine Darstellungen seien „aussageschwach und z.T. unseriös“ klingt angesichts meiner Promotion in Linguistik zum Dr. phil. absurd - der Doktortitel ist der höchste akademische Grad, den es in Deutschland zu erwerben gibt. Auch die Kritik, meine Arbeit würde "dem Ansehen von Qigong und Taijiquan schaden" sehe ich als naiven Reflex, Fehler lieber bei anderen festzumachen. Unterm Strich sagen die Statements mehr über den Urheber aus als über die Sache selbst. Man zieht es offenbar vor, besser zu träumen statt aufzuwachen.

Pate gestanden hat bei dieser "politischen Korrektheit" vermutlich der allerdings mißglückte Presse-Aufruf an Journalisten von Ex-DDQT-Vorstand Detlef Klossow ("Dauer-Ärgernis Langhoff").

 

Die Klug´sche Öffentlichkeitsarbeit

Nils Klug möchte einen Beitrag dazu leisten, das Taijiquan und Qigong in Europa bekannter zu machen und die Vernetzung voranzutreiben. Dieses Ziel bekräftigte er auch nach seinem Rücktritt vom Amt des Präsidenten der TCFE (Taijiquan and Qigong Federation for Europe).

Ein weiterer Schwerpunkt ist sein Versuch, sich für mehr "Seriosität" einzusetzen. Da dies seit vielen Jahrzehnten meine ureigenste Motivation ist, kann ich solche Ansätze aufgrund meiner Erfahrung mit dem Übungsgut und den betreffenden Organisationen recht gut beurteilen.

In einen vereinsinternen Bericht von einer DDQT-Jahreshauptversammlung wies er auf einen Anbieter hin (offenbar der DTB-Dachverband und meine Person), dessen Darstellungen „aussageschwach und z.T. unseriös“ seien und die dem Ansehen von Qigong und Taijiquan daher schaden würden.

Es ist aufschlußreich für das Verständnis von "seriös" und "aussageschwach" und "schaden", daß hier weder Name noch Belege genannt wird. Herr Klug forderte dazu auf, Aufsätze, Artikel, Berichte auf „www.taijieuropa. de“ bzw. www.taiji-europa.de zu veröffentlichen.

Um Interessierten einen besseren Überblick zu verschaffen, wolle er Internetseiten mit „seriösen Informationen“ schaffen. Als Beispiel nannte er - außer seinen eigenen - bezeichnenderweise die DDQT-Website - also ausgerechnet die Internetpräsenz einer Gruppierung, die sich explizit als Lobby-Organisation definiert und ihr Gütesiegel auch an Lehrende chinesischer Organisationen für Heilslehren vergibt - ich habe dies belegt mit Fakten zum Wude-Moralkodex mit Gehorsam und Loyalität.

Die Unlogik und Einseitigkeit ist hier auch für Laien besonders deutlich zu erkennen: Es geht offensichtlich gar nicht um die monstranz-artig vorangetragene angebliche "Seriosität", denn zu einer Auseinandersetzung über solche Erkenntnisse gehören Sachargumente und klare Nennung von "Roß und Reiter". Ansonsten bleiben die zitierten Wertungen wie "schaden", "aussageschwach" und "unseriös" - genau dies! Siehe die Distanzierung: Nils Klug, Hannover, Tai Chi Studio und die Zitate hier: Nils Klug, Hannover über Seriosität.

DTB-Seriosität als Erfolgsfaktor Nr. 1: "Richtig lernen und Lehren"

Meinen Ansatz nenne ich bekanntlich "Richtig Lernen und Lehren". Dies klingt zunächst überheblich und ich habe die tiefergehende Bedeutung dahinter an vielen anderen Stellen erklärt.

Es geht mir nicht um einzelne Formen des Tai Chi und Qigong. Diese sehe ich vielmehr als Varianten und vergleiche sie gern mit Dialekten einer Sprache - richtig und falsch sind hier keine zielführenden Kriterien.

Ebensowenig geht es mir um Pädagogik / Didaktik - bei östlichen Übe-Systemen führen bekanntlich "viele Wege nach Rom".

Selbstverständlich sind auch die jeweiligen Zielsetzungen viel zu komplex, um sie als richtig oder falsch zu klassifizieren.

Nein - ich beziehe mich nicht auf diese Oberflächlichkeiten sondern auf etwas viel tiefergehendes und grundsätzlicheres.

Ich meine mit "richtig" eine Art "inneren Kompass", der sich nach Nord und Süd zuverlässig ausrichtet ohne jede Ablenkung. Das Entwickeln dieser inneren Haltung bildet im Daoismus / Buddhismus ein hohes Ziel. Wir Westler haben dafür "Objektivität" und "Unvoreingenommenheit" - und mit dieser wissenschaftlichen Elle gemessen erweist sich vieles in der Taiji-Qigong-Szene als unvereinbar mit den Werten westlicher Erwachsenenbildung.

Da sehe ich zunächst das Lager derer, die Heilslehren und deren Versprechungen zuneigen. Die "Wahrheit ihrer Chi-Welten" macht sie natürlich erhaben über jegliches Hinterfragen meinerseits. Dies ist ein wichtiger Grund dafür, daß ich mich von etlichen meiner chinesischen Lehrmeistern abgrenze.

Daneben unübersehbar das Lager der Lobbyisten und ihrer Organisationen. Auch sie sind per Definition verpflichtet auf die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen. Ihre "Spin-Doktoren" mögen für die Öffentlichkeit ausreichen, doch mir ist die politische Korrektheit ihrer Fiktionen eher peinlich.

Und als drittes gibt es die "schweigende Mehrheit" von Lehrenden, die in ihrer Selbstzufriedenheit ihre Kunst als "wie gemacht" für sich empfinden. In ihrer Beliebigkeit schrecken viele davor zurück, etwas als "richtig" oder "falsch" zu beurteilen.

Alle drei Lager fremdeln mit dem mir so wichtigen "Blick über den Tellerrand" - Platos Höhlengleichnis läßt grüßen. Zu ihrer "engen Sehweise" paßt Laotses Spruch "Wer nicht weiß, daß er nicht weiß, glaubt zu wissen". Auch kommt mir A. Einsteins Klage in den Sinn: "Der Horizont mancher Menschen gleicht einem Kreis mit dem Radius NULL - und das nennen sie dann STANDPUNKT". Der von mir hoch verehrte Alan Watts schafft bzgl. Zen-Buddhismus eine Art Ost-West-Synthese, wenn er sagt: "Viele Menschen möchten nur ein bißchen besser träumen statt aufzuwachen"!

Ich persönlich bin mit dem Erfolg meines "Bildungsauftrags" auch nach so vielen Jahren immer noch unzufrieden und würde mir wünschen, daß mein Plädoyer für den "inneren Kompass" mehr Verständnis fände.

Doch im Zeitalter der Sozial-Medien fühlen sich viele Menschen angezogen von Infotainment und Filterblasen. In ihrer Leichtgläubigkeit vertrauen sie ihnen mehr als meiner Expertise.

Wie schön wäre es, wenn Offenheit, Selbstkritik und Ernsthaftigkeit das Selbstbild aller Praktizierenden prägen würden! Dies würde jedem viel höhere Potenziale erschließen.

 

Raumsuche ab 2022: Für Push-Hands-Treffen Hannover werden zwei Räume gesucht an Wochenenden, Tel 040 2102123.

Raumsuche Berlin ab 2022: TUISHOU: Push-Hands-Treffen,Meister-Klassen Hannover Berlin.